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Vor unserem ersten Termin werde ich dir den bürokratischen Teil und Anamnesebogen vorab per Mail schicken. So haben wir die volle Zeit vor Ort zusammen und müssen uns nicht mit Papierkram aufhalten. Außerdem kann ich mich mit dem ausgefüllten Bogen und evtl. mitgeschickten Tierarztunterlagen optimal auf unser Treffen vorbereiten.
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Bei unserem ersten Termin werden wir den Anamnesebogen ausführlich besprechen. Ich führe eine Adspektion und Palpation durch (komplettes Anschauen und Abtasten des Tieres, hierbei fallen Temperaturunterschiede, Umfangvermehrungen, Empfindlichkeiten, Verspannungen, Asymmetrien, Fellveränderungen etc. auf). Wir machen eine Bewegungsanalyse in verschiedenen Gangarten, auf verschiedenen Untergründen, mit verschiedene Bewegungsmuster wie Volten, Treppen laufen, evtl. an der Longe oder nur geführt, hinsetzen, ablegen etc. (je nach Tierart selbstverständlich ;). Ich werde außerdem jedes einzelne Gelenk testen und auf Blockaden, Schmerz, oder Krepitation ("Knirschen") untersuchen.
All das wird dokumentiert und ganz zum Schluss in Zusammenhang gebracht. Hierbei bist du sehr hilfreich, denn du weißt, was alles vorgefallen ist (evtl. ein Sturz, der zu einer Verspannung geführt hat) oder du bemerkst Auffälligkeiten beim Reiten, die beim Schlussfolgern wichtig sind.
So suchen wir gemeinsam nach der Ursache des Übels und können unser weiteres Vorgehen darauf aufbauen. Oft ist das sichtbare Symptom (z.B. Lahmheit) ein sogenanntes Sekundärproblem, also eine Folge des eigentlichen Hauptproblems (z.B. durch Kompensation verursacht). Je nachdem wie viel Zeit noch bleibt, können die ersten manuellen Therapien erfolgen oder ein paar Übungen und Hausaufgaben besprochen werden.
Wie du siehst, beinhaltet der erste Termin einiges, da ich mir einen kompletten Überblick verschaffen muss. Deshalb solltest du genügend Zeit einplanen.
Folgetermine
Nach jedem Physio-Termin sollte dein Tier eine Schonzeit von zwei Tagen bekommen. Es wurden Verspannungen und Blockaden gelöst, Gelenke "geschmiert" und evtl. sogar Strukturen repositioniert. Der Körper braucht Zeit sich an den neuen alten Zustand zu gewöhnen und muss sich neu kalibrieren. Es ist sogar möglich, dass dein Tier Muskelkater hat bzw. in den ersten Tagen eine Verschlechterung vermuten lässt. Das ist nicht ungewöhnlich und kein Grund zur Sorge, wenn es nicht länger anhält. Aus diesem Grund sollten Hunde in den nächsten zwei Tagen an der relativ kurzen Leine geführt werden und Pferde erst ab Tag 3 wieder langsam antrainiert werden. "Fetzen" sollte bei beiden Tierarten in den ersten beiden Tagen vermieden werden.
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Die Folgetermine sind natürlich komplett unterschiedlich und individuell, je nach Patient und Anliegen. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten was wir machen könnten. Allerdings beginnt es immer gleich: Wir besprechen den aktuellen Stand, ich schau mir die "Baustellen" nochmal genau an und wir reden über die bekommenen Hausaufgaben. Anschließend geht es je nachdem weiter mit...
manueller Therapie
Massage, Dehnungen, Lockerungen, Schüttelungen, Streichungen...alles was ich mit den Händen und ohne Hilfsmittel am Tier machen kann. Hierbei ist das Tier komplett passiv und darf entspannen.
passiven Übungen
Diese sind ein Teil der manuellen Therapie. Hierbei wird das Tier passiv durch Dehnungen, Mobilisationen etc. bewegt und Ziel ist es Muskeln zu dehnen, Gelenke zu "schmieren" und dadurch den Bewegungsumfang wieder zu vergrößern und Schmerzen zu lindern.
aktiven Übungen
Hier darf das Tier selbst aktiv werden und mitmachen. Durch "Möhrchen"-Übungen z.B. wird das Tier mit einem Leckerli in dehnende Haltungen geführt. Oder es werden Cavaletti, Stangen, Slalom, Plattformen, Balancekissen etc. aufgebaut und darauf und damit Übungen ausgeführt.
Mit jedem neuen Folgetermin ergibt sich ein neuer Ist-Zustand. Wir passen also unser weiteres Vorgehen an und ich werde euch neue Hausaufgaben mitgeben.
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Erster Schritt: Du nimmst Kontakt zu mir auf :)
Du kannst mir ganz bequem 24/7 über WhatsApp, SMS oder Mail eine Nachricht zukommen lassen. Ich melde mich dann sobald wie möglich zurück. Du kannst mich natürlich auch einfach anrufen. Du erreichst mich von Mo-Fr von 12-20 Uhr. Wir klären erste Fragen und machen einen Termin aus. Und dann folgt direkt schon Schritt zwei.
siehe 4 ;)
Neben der Schonzeit ist allgemein die Zeit zwischen den Terminen sehr wichtig für die Rehabilitation. Damit sich Strukturen neu aufbauen können brauchen sie Ruhe. Nur therapieren und trainieren hilft nichts (eher das Gegenteil), wenn man nicht auch Pausen macht. Wir finden raus in welchen Abständen die Termine nötig sind und werden sie entsprechend planen.
In der terminfreien Zeit wirst du von mir höchstwahrscheinlich Hausaufgaben bekommen ;). Diese sind essenziell und machen den entscheidenden Unterschied im Verlauf der Genesung. Ich erkläre dir ganz genau, wie du die Übungen ausführst und wie lange und wie oft du sie machen sollst. Solltest du dir in der Ausführung unsicher sein, oder eine ungewollte Veränderung beim Tier beobachten, steh ich dir natürlich immer per Handy zur Seite und wir machen ggfls. einen Zwischentermin.
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